Wenn’s mal wieder gar nicht läuft: Der richtige Umgang mit „Bad Days“

Der Kunde unzufrieden, der Chef mürrisch, die Kollegen nervig und der Kaffee kalt – jeder von uns hat hin und wieder einen schlechten Tag. Erfahren Sie hier, wie Sie am besten damit umgehen.


Es gibt diese Tage, an denen (getreu Murphy‘s Gesetz) einfach alles schiefgeht. Oftmals merkt man schon am Morgen: Heute wird ein Bad Day! Doch auch wenn es vielleicht verlockend klingt, die Decke über den Kopf ziehen und gar nicht erst das Haus verlassen, ist in den meisten Fällen keine Option. In diesem Beitrag verraten wir Ihnen, wie Sie Ihren nächsten Bad Day im Büro überstehen, ohne den emotionalen Ausnahmezustand ausrufen zu müssen.

Nicht unterbuttern lassen

Regel Nummer 1 im Kampf gegen schlechte Tage ist: Lassen Sie sich bloß nicht unterkriegen. Wer einknickt, hat schon verloren. Gehen Sie den Tag stattdessen erhobenen Hauptes an und stürzen Sie sich kampflustig in die anstehenden Herausforderungen. Jammern ist zwecklos und hält Sie bloß davon ab, produktiv zu sein.

Energiespender ausfindig machen

Jeder Mensch hat bestimmte Energiequellen, die einen auch an Bad Days mit Kraft und Motivation versorgen. Was genau Ihre Energiequelle ist, müssen Sie selbst herausfinden. Für manche ist es ein Spaziergang oder eine Jogging-Runde am Morgen, für andere eine ausgedehnte Kuscheleinheit mit dem Nachwuchs oder dem Haustier. Wenn Sie Ihren Energiespender ausfindig gemacht haben, kann er Ihnen gezielt dabei helfen, einen schlechten Tag zu überstehen.

Tipp: Oftmals sind es gar nicht die offensichtlichen, sondern ganz banale Dinge, die uns Energie spenden. Wenn Sie langfristig von diesen profitieren wollen, ist es clever, sie auf einer Liste festzuhalten. Wenn sich mal wieder ein Bad Day ankündigt, müssen Sie einfach nur einen Blick auf diese werfen und wissen sofort, was Sie brauchen, um mit einem guten Gefühl in den Tag zu starten.

Eine kurze Pause einlegen

Auch wenn es im stressigen Büroalltag oft schwer ist, sollten Sie an schlechten Tagen doch besonders stark auf kurze „Power-Pausen“ achten. Oftmals reichen schon fünf Minuten, um durchzuatmen und sich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren. Wichtig ist, dass Sie sich in dieser Zeit komplett „abschotten“ und für niemanden erreichbar sind. Solche kleinen Ruhe-Inseln spenden ähnlich wie die Energiequellen Motivation und werden Ihre Produktivität merklich steigern.

Sich selbst belohnen

Es klingt nach einem abgedroschenen Klischee, doch wenn scheinbar nichts mehr geht, hilft Ihnen vielleicht ein Stückchen Schokolade. Oder Ihr Lieblingslied. Oder die Aussicht auf einen kleine Shoppingtour nach Feierabend. Belohnungen aller Art bekämpfen zwar nicht die Ursache eines Problems, doch können durchaus dabei behilflich sein, einen richtig miesen Tag zu überleben. Es sind diese kleinen (und großen) Lichtblicke, die uns dazu motivieren, einfach weiterzumachen und uns nicht unterkriegen zu lassen.

Erfolge ganz bewusst (und vielleicht auch etwas übertrieben) zelebrieren

Egal, wie schlecht ein Tag auch sein mag – es gibt immer auch den einen oder anderen Erfolg, der selbstverständlich gefeiert werden will. Wenn Sie tief in einem Bad Day stecken, ist es umso wichtiger, diese zu zelebrieren – und zwar ruhig auch ein bisschen intensiver als normalerweise. Das hebt nicht nur automatisch die Stimmung, sondern führt Ihnen auch klar vor Augen, dass eben doch nicht alles schlecht läuft.

Morgen ist auch noch ein Tag!

Wenn all die bisherigen Tipps und Tricks keine Wirkung zeigen und Ihnen die eine entscheidende Aufgabe nicht gelingen will, besteht (in vielen Fällen) immer noch die Möglichkeit, sie auf den nächsten Tag zu verschieben. Wenn Ihnen nicht gerade eine Deadline im Nacken hängt, bringt es recht wenig, sich dazu zu zwingen, ein Projekt auf Biegen und Brechen abzuschließen. Fokussieren Sie sich stattdessen auf leichtere Kost und Aufgaben, die die meiste Zeit liegenbleiben, beispielsweise:

  • das Email-Postfach ausmisten
  • den Schreibtisch aufräumen und putzen
  • Listen aktualisieren
  • Aufgaben für den Praktikanten vorbereiten
  • die Ordnerstruktur auf dem Rechner aufräumen

Negative Gefühle nicht mit nach Hause nehmen

Das wohl größte Problem von Bad Days ist, dass Sie die negativen Gefühle, die sich am Arbeitsplatz angestaut haben, unter Umständen mit nach Hause nehmen. Damit das nicht passiert, hilft es, all den Ballast an einer „emotionalen Müllhalde“ abzuladen. Hierbei kann es sich um jeden beliebigen Ort handeln, an dem Sie auf Ihrem Nachhauseweg vorbeikommen. Halten Sie dort einen Moment inne und versuchen Sie, sich von allen negativen Eindrücken und Gefühlen zu befreien. Das mag vielleicht ein bisschen esoterisch klingen, kann aber durchaus wirksam sein.


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