Wie Sie zum besten Motivationscoach werden – nicht nur für sich selbst

Eine hohe Motivation ist das A und O für Ihren beruflichen Erfolg sowie jenen des gesamten Unternehmens. Nur mit motivierten Mitarbeitern kann ein Betrieb langfristig überleben, sich auf dem Markt gegen die Konkurrenz behaupten und im zunehmenden Fachkräftemangel ausreichend qualifizierten Nachwuchs rekrutieren. Doch wie können Sie sich selbst sowie Ihre Mitarbeiter „motivieren“?


Motivation beschreibt einen Zustand, in welchem die Person freiwillig eine bestimmte Handlungsalternative wählt, um ein definiertes Ziel zu erreichen. Dieses Verhalten ist geradlinig und intensiv. Die Person steckt demnach viel Energie in ihre Arbeit und hört damit erst auf, wenn das Ziel erreicht wurde. Diese eigentlich sehr komplizierte Definition der Motivation lässt sich auf einen simplen Satz herunterbrechen: Nur mit Motivation werden individuelle sowie unternehmerische Ziele erreicht, indem die betreffenden Personen effektiv und zielgerichtet arbeiten. Als besonders „wertvoll“ gilt die sogenannte intrinsische Motivation. In diesem Fall resultiert die Motivation aus inneren Faktoren. Bei der extrinsischen Motivation entsteht diese hingegen aus äußeren Faktoren wie Geld oder einer Beförderung, die Ihnen bei erfolgreichem Abschluss des Projektes in Aussicht gestellt wird. Die intrinsische Motivation ist in der Regel langanhaltender und sorgt für mehr Zufriedenheit, Gesundheit und dadurch auch noch mehr Motivation bei der jeweiligen Person. Sie kann sich also selbst verstärken.

Was hat es mit dem „Kreislauf der intrinsischen Motivation“ auf sich?

Wenn Sie der beste Motivationscoach für sich selbst, Ihre Teamkollegen, Mitarbeiter oder Kunden werden möchten, gilt es also, den Mechanismus der intrinsischen Motivation zu verstehen. Wie bereits erwähnt, resultiert die intrinsische Motivation aus einem inneren Antrieb heraus. Je mehr sich die Arbeits- mit den Lebenszielen der Person decken, umso höher ist in der Regel dessen intrinsische Motivation. Diese Ziele können absolut individuell sein:

  • Sie möchten die Welt zu einem besseren Ort machen und sehen deshalb in Ihrer Arbeit als Krankenschwester, Entwicklungshelfer, Sozialarbeiter o.ä. einen tieferen Sinn.
  • Weil Sie eine große Begeisterung für Tiere haben, empfinden Sie für Ihren Job als Tierpfleger jeden Morgen Vorfreude.
  • Sie möchten reich und mächtig werden und versprechen sich von dem Projekt ein großes Plus auf Ihrem Bankkonto.

Ja, auch letzteres Ziel oder ähnliche materielle Werte können zu intrinsischer Motivation führen, wenn der Wunsch danach eben von innen heraus resultiert und nicht aus einem äußeren Zwang – wenn Sie eben viel Geld für Ihren nächsten Urlaub ansparen möchten und nicht, weil Sie pleite sind und die Rate für Ihren Eigenheimkredit ansteht. Dennoch sind prinzipiell immaterielle Werte die erfolgreicheren und langfristigeren Antreiber. Wer bei seiner Arbeit eine große Befriedigung verspürt, ist zufriedener und dadurch auf längere Sicht auch psychisch sowie physisch gesünder. Dadurch bleibt die Leistungsfähigkeit langfristig auf einem hohen Niveau – und ebenso die Motivation. Es sollte deshalb diese immaterielle Form der intrinsischen Motivation sein, auf welche Unternehmen bei Ihren Arbeitnehmern und auch Sie als „Motivationscoach“ abzielen.

Schritt für Schritt zum erfolgreichen Motivationscoach

Egal, ob Sie schlussendlich nur Ihre eigene Motivation erhöhen möchte, die Ihres Teams, in Ihrem Unternehmen oder von Kunden – bei der Arbeit als Motivationscoach sollten Sie sich also auf die intrinsische Motivation fokussieren. Gehen Sie dabei wie folgt vor:

  • Konzentrieren Sie sich so gut wie möglich auf nur eine Person, deren Motivation Sie erhöhen möchten. Je kleiner die Gruppe, umso effizienter das Coaching.
  • Gehen Sie respektvoll, individuell und hilfsbereit miteinander um.
  • Entwickeln Sie ein gemeinsames Ziel im Sinne der intrinsischen Motivation. Was ist der Person im Leben und der Arbeit besonders wichtig?
  • Fungieren Sie als Vorbild und geben Sie dem Gegenüber einen Leitfaden an die Hand, wie er die gewünschten Veränderungen Schritt für Schritt umsetzen kann.
  • Versuchen Sie sich dabei so gut wie möglich in den Coaching-Teilnehmer hineinzuversetzen. An dieser Stelle ist eine Menge Empathie gefragt.
  • Stärken Sie das Selbstbewusstsein der Person. Sie muss davon überzeugt sein, dass sie ihre Ziele erreichen kann.
  • Erwirken Sie eine Atmosphäre der Zusammenarbeit. Entwickeln Sie gemeinsame und individuelle Lösungsansätze. Die Ziele sollten den freien Willen des Mitarbeiters/Kunden/Teammitglied o.ä. widerspiegeln. Nur so kann intrinsische Motivation entstehen und dadurch auch alle ihre positiven Konsequenzen.

Worauf müssen Sie Ihrer Erfahrung nach noch beim Motivationscoaching achten? Welche Dinge motivieren Sie intrinsisch? Wie funktioniert bei Ihnen die Selbstmotivation? Und wie jene anderer Menschen? Vielen Dank für Ihren Beitrag in den Kommentaren!


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