Ich habe Angst vor Montag: Was kann ich dagegen tun?

Wer Sonntagabend schon mit Grauen an den nächsten Morgen denkt, der sollte sich unbedingt Gedanken über seine berufliche Situation machen. Die Angst vor Montag entsteht nämlich nicht ohne Grund.

Traurig, aber wahr: Es gibt viele Menschen, die das schlechte Gefühl am Sonntagabend kennen. Während das Wochenende eigentlich noch ein paar Stunden Aufmerksamkeit verdient hätte, sind wir gedanklich längst wieder im Büro. Anstatt den Tatort und die Zeit mit der Familie zu genießen, tummeln sich im Kopf cholerische Vorgesetzte, nervige Kollegen, endlos hohe Aufgabenberge und allerlei andere Horror-Szenarien. Kann man gegen dieses unangenehme Gedanken-Karussell überhaupt etwas unternehmen? Selbstverständlich!

Vom Sonntagsblues und der Angst vor Montag

Obwohl lange Zeit der Montag als unbeliebtester Tag der Woche galt, konnten Forscher inzwischen herausfinden, dass die Laune der meisten Menschen am Sonntag an ihrem Tiefpunkt angelangt. Schuld hieran ist – ganz klar – der drohende Beginn der neuen Arbeitswoche und damit einhergehend: Stress, Konflikte und eventuell auch die räumliche Trennung von der Familie. Natürlich hat dieses Phänomen inzwischen auch einen buzzword-tauglichen Namen: Sonntagsblues.

Doch was, wenn das Stimmungstief irgendwann in eine noch viel heftigere Emotion umschlägt, nämlich Angst? Wenn Ihnen dieses Gefühl bekannt vorkommt, dann sollten Sie sich zunächst einmal eines klar machen: Es ist nicht normal, am Sonntag schon Angst vor Montag zu haben – und zwar auch dann nicht, wenn eine wichtige Präsentation oder ein Gespräch mit dem Chef bevorsteht.

Auf der Suche nach der Ursache

Das Thema Angst in all seiner Komplexität kann natürlich nicht in einem einzelnen Blogbeitrag beschrieben werden. Wenn Sie Interesse daran haben, noch tiefer in die Materie einzusteigen, dann empfehlen wir Ihnen das Sachbuch „Keine Angst vor Montagmorgen – Gelassen in die neue Arbeitswoche“ von Ruth Enzler Denzler (ja, die Dame heißt wirklich so).

Wenn Sie unter der Angst vor Montag leiden, dann ist es in erster Linie wichtig, herauszufinden, wodurch dieses Gefühl (Ihrer Meinung nach) geweckt wird. Sind es vielleicht die Kollegen, die Sie mobben? Oder vielleicht das aktuelle Projekt, von dem Sie heillos überfordert sind? Nicht selten ist auch ein tyrannischer Chef der Auslöser für die Angst vor Montag.

Was auch immer in Ihrem Fall zutrifft, es ist wichtig, dass Sie den Trigger für die Angst so genau wie möglich identifizieren. Denn nur dann können Sie sich überlegen, wie Sie gegen die Wurzel des Übels vorgehen.

Zeit für Veränderungen

Wer sich vom Kollegen ungerecht behandelt fühlt, sollte das Gespräch zu diesem suchen. Wer glaubt, einer Aufgabe nicht gewachsen zu sein, darf das auch gern offen zugeben. Die gute Nachricht ist: Die meisten (möglichen) Auslöser für die Angst vor Montag können Sie selbst beeinflussen beziehungsweise sogar aus der Welt schaffen. Oftmals sind sogar nur erstaunlich kleine Veränderungen notwendig, um das ungute Gefühl am Sonntagabend zu verbannen.

Lese-Tipp: Was alles gegen den Sonntagsblues hilft, verrät meine Kollegin Alina Giannone in diesem Beitrag.

Zeit für einen Neuanfang

Wenn sich trotz aller Bemühungen, Gespräche und Veränderungen jedoch nichts zum Guten wendet, ist es unter Umständen an der Zeit, über weitreichendere Maßnahmen nachzudenken. Wenn sich die Angst vor Montag einfach nicht kontrollieren lässt und vielleicht sogar immer stärker wird, ist das oftmals ein eindeutiges Anzeichen dafür, dass Sie sich nach einem neuen Job umschauen sollten.

Lese-Tipp: Jobwechsel: 4 Anzeichen, dass Sie kündigen sollten

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Niemand – egal ob Praktikant oder Topmanager – sollte Angst vor Montag haben. Wenn Sie merken, dass Sie sich immer mehr in diesem Gefühl verlieren, ist es wichtig, aktiv zu werden. Suchen Sie zunächst nach Auslösern für Ihre Angst und überlegen Sie dann, wie Sie gegen diese vorgehen können.


Bildquelle: Gustavo Frazao/Shutterstock

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